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Wie viel Watt braucht eine Infrarotheizung pro Quadratmeter?

Wie viel Watt braucht eine Infrarotheizung pro Quadratmeter?
KI-generiertes Bild

Wie viel Watt braucht eine Infrarotheizung pro Quadratmeter?

Als Faustregel rechnet man je Quadratmeter Raumfläche mit rund 60 Watt in gut gedämmten Neubauten, etwa 80 Watt bei normaler Dämmung und 100 Watt oder mehr im ungedämmten Altbau. Verbindlich ist aber nur eine Heizlastberechnung, denn Fenster, Außenwände und Raumhöhe verändern das Ergebnis deutlich.

Die Frage nach den Watt pro Quadratmeter ist die häufigste bei der Planung, und sie lässt sich auch beantworten. Wichtig ist nur zu verstehen, dass die Faustregel ein Startpunkt ist und nicht das Ergebnis. Wir zeigen Ihnen, wie Sie von der Faustregel zur passenden Gerätegröße kommen und wo die Fallen liegen.

Welche Faustregel gilt für die Leistung?

In der Praxis wird mit drei Stufen gerechnet, abhängig vom Zustand des Gebäudes. Bei gut gedämmten Neubauten genügen meist rund 60 Watt je Quadratmeter. Bei durchschnittlicher Dämmung, also einem sanierten Bestandsgebäude, sind etwa 80 Watt je Quadratmeter üblich. Im ungedämmten Altbau werden 100 Watt und mehr angesetzt.

Diese Werte sind Erfahrungswerte und keine Normvorgabe. Sie taugen für eine erste Einschätzung, etwa um zu klären, ob ein Gerät mit 600 oder mit 1000 Watt in Frage kommt. Für die endgültige Auswahl sollten Sie genauer hinsehen, denn zwei Räume mit identischer Fläche können sehr unterschiedliche Anforderungen haben.

Wie beeinflusst der Dämmstandard die Leistung?

Der Dämmstandard ist der größte Einzelfaktor, weil er bestimmt, wie viel Wärme der Raum nach draußen verliert. Genau diesen Verlust muss die Heizung ausgleichen.

Entscheidend sind dabei nicht nur die Wände. Achten Sie auf die Anzahl und Qualität der Fenster, denn eine große Fensterfläche mit alter Verglasung verliert deutlich mehr als eine gedämmte Wand. Ebenso wichtig ist die Zahl der Außenwände: Ein Eckzimmer mit zwei Außenwänden braucht mehr Leistung als ein innenliegender Raum gleicher Größe. Dazu kommen die Raumhöhe, denn gerechnet wird eigentlich Volumen und nicht Fläche, sowie die Lage im Gebäude, weil ein Raum unter einem unbeheizten Dachboden mehr verliert.

Als Orientierung heißt das: Bei einem Eckzimmer mit großen Fenstern und hoher Decke sollten Sie eher die nächsthöhere Stufe wählen, bei einem innenliegenden Raum im gedämmten Neubau reicht die niedrigere.

Leistung nach Raumgröße

Die folgende Tabelle rechnet die Faustregel auf konkrete Raumgrößen um und zeigt, welche Leistungsstufen dafür in Frage kommen. Die Werte sind Orientierungswerte.

Raumfläche

Neubau, gut gedämmt (ca. 60 W/m²)

Normale Dämmung (ca. 80 W/m²)

Altbau, ungedämmt (ab 100 W/m²)

5 m²

ca. 300 W

ca. 400 W

ab ca. 500 W

10 m²

ca. 600 W

ca. 800 W

ab ca. 1000 W

15 m²

ca. 900 W

ca. 1200 W

ab ca. 1500 W

20 m²

ca. 1200 W

ca. 1600 W

ab ca. 2000 W

25 m²

ca. 1500 W

ca. 2000 W

ab ca. 2500 W

30 m²

ca. 1800 W

ca. 2400 W

ab ca. 3000 W

 

In unserem Sortiment finden Sie Infrarotheizungen in Leistungsstufen von 200 W bis 1250 W. Für kleine Räume und Bäder reichen die unteren Stufen, für Wohnräume liegen Sie meist im Bereich zwischen 600 und 1200 W.

Wie groß muss die Heizfläche sein?

Hier kommt der Punkt, der in Faustregeln untergeht: Ab einer bestimmten Leistung verteilt man sie besser auf zwei Geräte statt eines.

Der Grund liegt in der Wirkungsweise. Eine Infrarotheizung gibt Strahlungswärme ab, die dort ankommt, wohin sie strahlt. Ein einzelnes großes Gerät an einer Wand erwärmt die gegenüberliegende Seite gut und die Ecken hinter sich schlechter. Zwei kleinere Geräte an unterschiedlichen Wänden verteilen die Wärme gleichmäßiger und vermeiden, dass es an einem Platz zu warm und an einem anderen zu kühl ist.

Praktisch heißt das: Bei Räumen ab etwa 20 m² und bei ungünstigen Grundrissen mit Nischen oder Erkern lohnt die Aufteilung. Achten Sie zusätzlich darauf, dass die Strahlungsfläche frei bleibt, denn ein Gerät hinter einem Sofa oder einem Vorhang heizt vor allem die Rückseite des Möbels. Einen Überblick über die verfügbaren Größen gibt unsere Kategorie Infrarotheizung.

Was passiert bei zu knapp ausgelegter Leistung?

Eine zu klein gewählte Heizung wird nicht einfach etwas langsamer, sie erreicht die Zieltemperatur an kalten Tagen gar nicht mehr. Und weil sie das versucht, läuft sie dabei praktisch dauerhaft.

Das ist der teuerste Fehler bei der Auslegung, und zwar aus drei Gründen. Der Raum bleibt zu kühl, was am Ende der Zweck der Anschaffung war. Die Heizung läuft im Dauerbetrieb, statt zu takten, was den Verbrauch nach oben treibt statt zu senken. Und im Zweifel wird ein Heizlüfter dazugestellt, was die Rechnung endgültig verdirbt.

Umgekehrt ist eine leicht überdimensionierte Heizung unkritisch. Sie erreicht die Zieltemperatur schneller und schaltet dann ab, denn geregelt wird über das Thermostat, nicht über die Gerätegröße. Der Verbrauch richtet sich nach dem tatsächlichen Wärmebedarf des Raums. Im Zweifel ist die nächsthöhere Stufe deshalb die sicherere Wahl.

Die Regelung entscheidet über den Verbrauch

Ein Punkt, der bei der Wattfrage oft vergessen wird: Die installierte Leistung sagt nichts darüber, wie viel Strom am Ende fließt. Das entscheidet die Regelung.

Ein Gerät ohne Thermostat läuft, solange es eingeschaltet ist. Ein Gerät mit passendem Raumthermostat heizt nur bis zur eingestellten Temperatur und schaltet dann ab. Mit Zeitprogrammen kommt hinzu, dass nur geheizt wird, wenn der Raum genutzt wird, was bei Büros, Bädern und Gästezimmern erheblich ausmacht.

Passende Regelungen finden Sie in unserer Kategorie Heizungssteuerung, für die Einbindung in eine übergeordnete Steuerung lohnt der Blick auf Smart Home.

Fazit

Die Faustregel von rund 60 Watt je Quadratmeter im gedämmten Neubau, etwa 80 Watt bei normaler Dämmung und 100 Watt oder mehr im Altbau bringt Sie schnell in den richtigen Leistungsbereich. Verlassen Sie sich aber nicht allein darauf, denn Fensterflächen, die Zahl der Außenwände, die Raumhöhe und die Lage im Gebäude verändern das Ergebnis erheblich. Bei Räumen ab etwa 20 m² verteilen Sie die Leistung besser auf zwei Geräte, weil Strahlungswärme dort ankommt, wohin sie strahlt. Und wenn Sie zwischen zwei Stufen schwanken, nehmen Sie die höhere: Eine zu knapp ausgelegte Heizung läuft dauerhaft und wird trotzdem nicht warm, während eine leicht größere über das Thermostat einfach früher abschaltet. Verbindlich bleibt für die endgültige Auslegung eine Heizlastberechnung. Weitere Beiträge rund um Heizung und Regeltechnik finden Sie in unserem Blog.

Infrarotheizungen bei PEFRA

Sie planen die Beheizung eines Raums mit Infrarot? Bei uns finden Sie Infrarotheizungen in Leistungsstufen von 200 bis 1250 W, darunter Ausführungen für das Badezimmer, sowie die passenden Thermostate. Einen Überblick gibt unser Bereich Heizung. Bei Fragen zur Auslegung beraten wir Sie gern.

Häufige Fragen zur Auslegung

Rund um die Leistungsauslegung erreichen uns immer wieder ähnliche Fragen. Die wichtigsten beantworten wir Ihnen hier.

Wie viel Watt pro Quadratmeter brauche ich?

Als Faustregel rund 60 W/m² im gut gedämmten Neubau, etwa 80 W/m² bei normaler Dämmung und 100 W/m² oder mehr im ungedämmten Altbau. Das sind Erfahrungswerte, keine Normvorgabe.

Gilt die Faustregel auch für hohe Räume?

Nur eingeschränkt. Gerechnet wird eigentlich mit dem Raumvolumen, nicht mit der Fläche. Bei überdurchschnittlicher Raumhöhe sollten Sie deshalb eine Stufe höher gehen.

Ein Gerät oder mehrere?

Bei Räumen ab etwa 20 m² und bei ungünstigen Grundrissen ist die Aufteilung auf zwei Geräte sinnvoll, weil Strahlungswärme dort ankommt, wohin sie strahlt. So wird die Wärme gleichmäßiger verteilt.

Was ist schlimmer, zu klein oder zu groß?

Zu klein. Eine unterdimensionierte Heizung erreicht die Zieltemperatur an kalten Tagen nicht und läuft dabei im Dauerbetrieb. Eine leicht größere schaltet über das Thermostat einfach früher ab.

Verbraucht eine größere Heizung mehr Strom?

Nicht zwangsläufig. Der Verbrauch richtet sich nach dem tatsächlichen Wärmebedarf des Raums, geregelt wird über das Thermostat. Eine größere Heizung erreicht die Temperatur schneller und schaltet dann ab.

Welche Leistungsstufen gibt es?

In unserem Sortiment finden Sie Infrarotheizungen von 200 W bis 1250 W. Für kleine Räume und Bäder reichen die unteren Stufen, für Wohnräume liegt der Bereich meist zwischen 600 und 1200 W.

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