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Anlegethermostat

Anlegethermostat – präzise Temperaturregelung direkt an der Rohrleitung

Überall dort, wo Temperaturen an Rohrleitungen, Heizkesseln oder Behältern überwacht und geregelt werden müssen, ist ein Anlegethermostat die technisch sauberste Lösung. Statt die Umgebungsluft zu messen, erfasst er die Temperatur direkt an der Rohrwand und reagiert damit unmittelbar auf Veränderungen im Medium – schneller und präziser als jeder Raumfühler es könnte. Bei uns finden Sie Anlegethermostate der Marke ALRE in verschiedenen Ausführungen für den Einsatz in Heizungsanlagen, Lüftungssystemen und industriellen Anwendungen.

 

Wie funktioniert ein Anlegethermostat?

Das Messprinzip ist mechanisch und bewährt: Ein flüssigkeitsgefülltes Kapillar liegt direkt am Rohr an und erfasst dessen Temperatur. Ändert sich die Rohrwandtemperatur, dehnt sich das Füllmedium im Kapillar aus oder zieht sich zusammen. Sobald der eingestellte Sollwert erreicht wird, betätigt diese Ausdehnung einen Mikroschalter mit Wechselkontakt, der den angeschlossenen Verbraucher schaltet. Das kann eine Pumpe sein, ein Motorventil, ein Heizaggregat oder eine andere Komponente, die temperaturabhängig gesteuert werden soll.

Die Schaltleistung beträgt 16 A bei 230V, was für die meisten gängigen Anwendungen in der Heizungs- und Gebäudetechnik vollkommen ausreicht. Der Einstellbereich der ALRE ATR-Serie reicht je nach Modell von 0°C bis 60°C oder von 30°C bis 90°C, sodass sowohl Niedertemperaturanwendungen in der Fußbodenheizung als auch höhere Temperaturen in Kesselanlagen abgedeckt werden.

 

Einsatzbereiche & Ansteuerung

Anlegethermostate sind überall dort die richtige Wahl, wo die Temperatur eines strömenden Mediums direkt an der Leitung erfasst werden soll. Typische Einsatzbereiche sind die temperaturabhängige Pumpensteuerung in Heizungsanlagen, die Ansteuerung von Motorventilen und Heizregistern sowie die Überwachung von Kesseln und Behältern. Auch in Fußbodenheizungen kommen Anlegethermostate zum Einsatz, etwa zur Vorlauftemperaturüberwachung oder als Sicherheitsbegrenzer.

Der Wechselkontakt des Mikroschalters ermöglicht sowohl öffnende als auch schließende Schaltfunktionen, was eine flexible Einbindung in verschiedene Steuerungskonzepte erlaubt. Damit ist der Anlegethermostat nicht nur als einfacher Temperaturwächter, sondern auch als aktives Regelgerät in komplexeren Anlagenstrukturen einsetzbar.

 

Innen- oder Außeneinstellung - welche Variante wählen?

Der entscheidende Unterschied zwischen den Modellen liegt in der Zugänglichkeit des Sollwerts. Bei der Außeneinstellung lässt sich der eingestellte Temperaturwert ohne Werkzeug direkt am Gehäuse verstellen – praktisch für Anwendungen, bei denen regelmäßige Anpassungen notwendig sind oder der Thermostat gut zugänglich montiert wird. Der ATR 83.001 von ALRE ist in dieser Ausführung mit einem Einstellbereich von 0°C bis 60°C erhältlich.

Die Inneneinstellung hingegen erfordert das Öffnen des Gehäuses für jede Sollwertanpassung. Das macht sie zur richtigen Wahl für Anwendungen, bei denen eine versehentliche oder unbefugte Verstellung des Sollwerts verhindert werden soll. Die Modelle ATR 83.101 (0°C bis 60°C) und ATR 83.100 (30°C bis 90°C) bieten diese Ausführung. Wer zusätzliche Sicherheit gegen Verstellung benötigt, kann das beiliegende Temperatur-Feststellset ATRS-1 verwenden, das eine mechanische Verriegelung des Sollwerts ermöglicht.

 

Montage & Installation

Die Montage eines Anlegethermostat ist unkompliziert und erfordert kein aufwendiges Werkzeug. Der Fühler wird direkt am Rohr befestigt – entweder mit einem Kabelbinder oder mit einem Metallspanband, das im Lieferumfang enthalten ist. Für einen präzisen Messwert ist ein möglichst enger und vollflächiger Kontakt zwischen Fühler und Rohrwand entscheidend. Wärmeleitpaste zwischen Fühler und Rohr verbessert die Wärmeübertragung zusätzlich und reduziert die Messabweichung.

Wichtig bei der Installation: Der Anlegethermostat sollte nicht in der Nähe von Wärmequellen montiert werden, die nicht dem Medium im Rohr entsprechen, da dies zu verfälschten Messwerten führen kann. Auch Zugluft oder direkte Sonneneinstrahlung können das Messergebnis beeinflussen und sollten bei der Wahl des Montageorts berücksichtigt werden.

 

Anlegethermostat kaufen - Beratung bei PEFRA

Bei uns finden Sie Anlegethermostate der Marke ALRE in allen gängigen Ausführungen – mit Innen- oder Außeneinstellung, im Temperaturbereich von 0°C bis 90°C, mit 230V Schaltspannung und einer Schaltleistung von 16A. Bei Fragen zur richtigen Auswahl für Ihre Anlage kontaktieren Sie uns gerne direkt – wir beraten Sie persönlich.

 

Häufige Fragen zu Anlegethermostaten

Für welche Anwendungen eignen sich Anlegethermostate und wo werden sie typischerweise eingesetzt?

Anlegethermostate sind überall dort die richtige Wahl, wo die Temperatur eines Mediums direkt an der Rohrwand erfasst und geregelt werden soll. Typische Einsatzbereiche in der Heizung sind die temperaturabhängige Pumpensteuerung, die Überwachung von Kesseln und Heizregistern sowie die Vorlauftemperaturregelung in Fußbodenheizungsanlagen. Auch in Lüftungs- und Klimaanlagen kommen diese Thermostate als zuverlässige Überwachungskomponenten zum Einsatz.

Worauf sollte man bei der Montage von Anlegethermostate an Rohrleitungen beachten?

Für eine präzise Temperaturerfassung ist ein möglichst enger und vollflächiger Kontakt zwischen Fühler und Rohrwand entscheidend. Das beiliegende Spannband ermöglicht eine sichere und stabile Befestigung direkt am Rohr. Zusätzlich empfiehlt sich der Einsatz von Wärmeleitpaste zwischen Fühler und Rohr, um die Messgenauigkeit des Geräts zu verbessern. Wärmequellen in unmittelbarer Nähe, Zugluft oder direkte Sonneneinstrahlung können das Messergebnis verfälschen und sollten bei der Wahl des Montageorts berücksichtigt werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Anlegethermostat mit Innen- und einem mit Außeneinstellung?

Der Unterschied liegt in der Zugänglichkeit des Sollwerts. Bei einem Gerät mit Außeneinstellung lässt sich die gewünschte Temperatur direkt am Gehäuse verstellen, ohne Werkzeug und ohne das Gerät zu öffnen. Das ist praktisch für Anlagen, in denen regelmäßige Anpassungen notwendig sind. Bei der Inneneinstellung hingegen muss das Gehäuse geöffnet werden, um den Sollwert zu ändern – diese Ausführung empfiehlt sich überall dort, wo eine unbefugte oder versehentliche Verstellung durch aussen verhindert werden soll.

Können Anlegethermostate auch als Sicherheitsbegrenzer in Heizungsanlagen eingesetzt werden?

Ja, Thermostate mit Wechselkontakt eignen sich grundsätzlich auch als Sicherheitsbegrenzer, da sie bei Erreichen eines definierten Temperaturgrenzwerts zuverlässig schalten und damit nachgelagerte Komponenten in der Heizung schützen. Für sicherheitsrelevante Anwendungen sollte innen geprüft werden, welche Zulassungen und Normen das jeweilige Gerät erfüllt, da nicht alle Modelle als zugelassener Sicherheitsbegrenzer nach einschlägigen Normen zertifiziert sind. Im Zweifelsfall beraten wir Sie gerne dabei, das richtige Gerät für Ihre spezifische Anforderung auszuwählen.